Veranstaltungen - Rückschau

Computermanagement anstatt Kartei-Verwaltung

Die katholisch-öffentliche Bücherei St. Zeno Isen ist in der elektronischen Datenverarbeitung angekommen. Dass die Karteikästen mit den Buchkarten inzwischen der Vergangenheit angehören, verdankt das Ehrenamtlichen-Team um Mariannne Brucker Franz Egner. Der hat für die Bücherei, die rund 16 200 Leser hat und jährlich immerhin rund 40 000 Ausleihen verzeichnen kann, ein maßgeschneidertes Computerprogramm entwickelt.
ComputermanagementIn der modernen Zeit angekommen: Marianne Brucker und Resi Betz (vorne, v.l.) und das Bücherei-Team freuen sich, dass durch das Engagement von Franz Egner (m.) die Ausleihe modern und komfortabel möglich ist. Foto: Huber"
Am Anfang sollte es nur ein nach Autoren geordnetes Bücherverzeichnis sein, das sich die Mitarbeiter, zu denen auch Egners Ehefrau Renate gehört, gewünscht hatten. Dass aus der ursprünglich geplanten Excel-Tabelle mehr geworden ist, führt Egner auf seine Leidenschaft für alles zurück, was mit Computern zu hat. Warum, so fragte er sich, sollte nur die Buchrecherche und Bestandsverwaltung vereinfacht werden, wenn auch die Ausleihe digital verwaltet werden kann? Weil professionelle Systeme aus Kostengründen unrealistisch waren, konnte er zwar kostenfreie Software verwenden, das Meiste jedoch musste er selbst entwickeln.

Der nicht unerhebliche Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass dadurch ein Programm entstanden ist, das an die Bedürfnisse genau angepasst ist. Jetzt können die Mitarbeiter, die momentan an zwei PC-Plätzen arbeiten, nicht nur alle Bücher, sondern auch alle Leser per Mausklick aufrufen. „Ganz toll ist dabei auch, dass die Benutzeroberfläche einfach und selbsterklärend gestaltet ist“, freut sich Marianne Brucker.

Auch dass Rechner und Monitore von Egner und Mitarbeitern gespendet worden, begeistert die Büchereileiterin, „die lieber unser weniges Geld für Bücher ausgibt“ als es in die Verwaltung zu stecken. Und noch etwas ist durch die Umstrukturierung möglich: „Wir sehen, welche Bücher wie oft ausgeliehen werden und können unseren Einkauf dadurch viel besser am Geschmack und Leseverhalten der Benutzer ausrichten“, sagt Brucker .


Doch Franz Egner ist nicht nur für die elektronische Datenverarbeitung verantwortlich, auch den neuen Tresen hat er selbst gebaut. Zum veränderten Erscheinungsbild trägt auch die Neuordnung der Regale und die teilweise Umgestaltung des Raumes bei. Wie alles, was in der Bücherei geschieht, haben auch das die insgesamt 28 ehrenamtlichen Mitarbeiter erledigt. (ahu)

(c) Dorfener Anzeiger